5 Sofortmaßnahmen für Zeiten ohne Aufträge und Einnahmen

Wenn dir das Leben Zitronen schenkt, mach Limonade daraus. Diesen Spruch durften wir uns alle schon anhören, oder? Doch in Zeiten mit keinen Aufträgen und wenig Einnahmen ist die Umsetzung nicht einfach. Wie sollen wir das Beste aus einer Situation machen, wenn wir uns um unsere berufliche Zukunft sorgen?

Wir alle kennen Zeiten mit geringen Einnahmen. Phasen, in denen gar nichts läuft. Wir ziehen keine neuen Aufträge an Land und unsere Bemühungen um neue Kund*innen verlaufen im Sand. Zu allem Überfluss sagt uns ein wichtiger Kunde ab, obwohl wir uns so sehr um ihn bemüht haben. Panik steigt in uns auf, wenn wir an unsere offenen Rechnungen denken.

Am liebsten würden wir uns verkriechen, doch aufgeben ist natürlich keine Option. Die Frage ist also: Wie gehen wir mit solchen Zeiten am besten um?

In diesem Artikel zeige ich dir 5 Maßnahmen, die dir sofort helfen, Durststrecken gut zu überstehen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

1. Mache dir einen Plan für den Tag und/oder die Woche

Bei den allermeisten Selbstständigen ist die Auftragslage nicht gleichbleibend. So haben Hochzeitsfotograf*innen zum Beispiel tendenziell mehr Aufträge im Frühling und Sommer, während Frisör*innen auch im Dezember, vor den Feiertagen, gut ausgebucht sind.

Bestimmt hast du auch Zeiten, die besonders gut laufen, und Zeiten, die nicht so gut laufen. Vielleicht verreisen deine Kund*innen im Sommer viel und du hast dementsprechend weniger zu tun.

Eine schwankende Auftragslage ist erst einmal normal und nichts, was uns beunruhigen muss.

Wichtig ist, dass wir auf die Hochs und Tiefs gut vorbereitet sind und beide Zeiten optimal ausnutzen.

Wie sagte schon Konfuzius:

„In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab.“

Bevor du in Phasen mit keinen Aufträgen also in Selbstmitleid versinkst, träge oder unproduktiv wirst, strukturiere deinen Tag lieber mit sinnvollen Tätigkeiten für die du sonst keine Zeit hast.

So kannst du zum Beispiel:

  • deine Website überarbeiten
  • deine Marketing Aktivitäten verstärken
  • deine Social Media Profile überarbeiten
  • neue Social Media Profile testen
  • netzwerken
  • endlich deinen Podcast starten
  • neuen Content kreieren
  • Kund*innen und Projekte auf Wirtschaftlichkeit prüfen
  • Wettbewerber analysieren
  • eine Marktrecherche durchführen
  • neue Produkte, Angebote und Konzepte kreieren
  • (neue) Kooperationen eingehen

Mache dir einen Plan für den Tag und/oder die Woche. Auch To-Do-Listen helfen sehr gut, um produktiv und motiviert zu bleiben. Außerdem hilft dir ein strukturierter Tagesablauf dabei, dich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Du weißt genau, was du tun musst und verschwendest keine Zeit. Wahrscheinlich wirst du dadurch auch viel weniger über deine Auftragslage grübeln.

2. Versuche jeden Tag neue Kund*innen zu gewinnen

Es gibt keine Zeiten, in denen die Kundenakquise nicht wichtig ist. In Zeiten mit wenig oder gar keinen Aufträgen ist die Kundengewinnung aber ganz besonders wichtig. Sei deshalb unbedingt proaktiv und bemühe dich jeden Tag um neue Kund*innen. Dafür bieten sich zum Beispiel online oder offline Netzwerkveranstaltungen an oder Messen und Kongresse. Auch im Alltag ergeben sich viele Gelegenheiten, das eigene Business und die eigenen Angebote vorzustellen. Wir unterschätzen oft das Verkaufspotential in unserem näheren Umfeld. Vielleicht hast du Nachbar*innen, Freund*innen von Freund*innen oder Kontakte über deine Familie und Kinder für die deine Angebote auch interessant sein könnten. Wenn Menschen dich kennen, hast du einen Vertrauensvorschuss und es ist wesentlich einfacher sie für dich und deine Angebote zu gewinnen. Sei also mutig und sprich sie direkt an! Was soll schon passieren? Mehr als „Nein“ sagen können sie nicht.

Eine weitere Möglichkeit neue Aufträge zu bekommen ist es, Kontakt zu ehemaligen Kund*innen aufzunehmen. Informiere sie über deine neuen Produkte oder Angebote und lass sie wissen, dass du zurzeit wieder freie Kapazitäten für neue Aufträge hast. Bitte ehemalige Kund*innen um eine Weiterempfehlung oder frage sie gezielt, ob sie Menschen kennen, für die deine Angebote auch interessant sind.

Überlasse die Kundengewinnung nicht dem Zufall, sondern sei offen für jede Chance, die sich ergibt, und nutze sie.

3. Überprüfe deine Rücklagen

Wenn du bislang noch nicht viel Zeit mit dem Thema finanzielle Rücklagen verbracht hast, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen. Auch wenn du vielleicht noch keine hohen Einnahmen hast, weil du erst seit kurzem selbstständig bist: mache es dir unbedingt zur Gewohnheit jeden Monat einen gewissen Prozentsatz zurückzulegen.

Du wirst immer mal wieder in Situationen kommen, in denen du unerwartet Geld benötigst. Sei es eine Steuerzahlung, eine wichtige Ausgabe für deine Business-Ausstattung oder einfach Zeiten mit keinen Aufträgen. Mit finanziellen Rücklagen lebst du stress-, sorgen- und angstfreier. Du übernimmst Verantwortung für dich und dein Business und machst dich nicht abhängig von anderen. Sorge also unbedingt vor und bilde Rücklagen!

4. Nutze die Zeit und absolviere eine Weiterbildung oder ein Coaching

Gerade Zeiten, in denen wir nicht so viel zu tun und keine Aufträge haben, eignen sich hervorragend dafür, eine Weiterbildung zu starten oder ein paar Coaching-Stunden zu absolvieren. Ich finde es immer sehr erfrischend, wenn jemand von extern einen Blick auf mich und mein Business wirft. Andere Ansichten, Meinungen und Herangehensweisen können sich sehr positiv auf unsere eigenen Entwicklung und die unseres Business auswirken.

Manchmal stecken wir fest und drehen uns im Kreis, da ist eine helfende Hand, die uns Feedback gibt Gold wert. Wir können einfach mal alles loswerden, das nicht gut läuft, und schon alleine das kann sehr befreiend sein. Außerdem kann ein guter Coach oder eine gute Coachin unsere Gedanken und Handlungen in eine andere Richtung lenken und bringt damit auch unser Business voran. Bei so einem Austausch entstehen oft Ideen, auf die wir vorher niemals gekommen wären.

Außerdem ist ein Coaching auch im Hinblick auf die Motivation eine tolle Sache. Wir alle brauchen doch von Zeit zu Zeit mal jemanden, der oder die uns ein wenig pusht, damit Dinge voran gehen, oder?

Eine Fortbildung oder Weiterbildung in Zeiten mit schlechter Auftragslage zu absolvieren, sorgt zudem dafür, dass du dir wieder mehr Fachwissen und zusätzliche Qualifikationen aneignest von denen auch deine Kund*innen profitieren. Du kannst ihnen mehr anbieten und dafür auch andere Preise verlangen. Du schaffst damit also eine tolle Win-Win Situation.

5. Erhole dich

Zeiten mit wenigen oder keinen Aufträgen sind natürlich auch wunderbar dafür geeignet, mal ein paar Tage Urlaub zu machen. Nicht jede*r ist der Typ dafür und kann es sich leisten, aber wenn du es schaffst, dann gönne dir eine Verschnaufpause, erhole dich ein paar Tage und lade deine Akkus wieder auf. Ein paar Tage Urlaub wirken manchmal wie ein Wunder. Eine neue Umgebung, andere Menschen und ein entschleunigter Tagesablauf sorgen für Inspiration. Das wirkt sich nicht nur positiv auf deinen Körper und deine Psyche aus, sondern auch auf dein Business. Du kommst auf neue Gedanken und Ideen, die du auch dafür nutzen kannst, deinem Business wieder zum Aufschwung zu verhelfen.

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